Motivation für das Leben in einer Wohngemeinschaft

Durch eine schleichende oder schnell fortschreitende Demenzerkrankung ist es meist irgendwann nicht mehr möglich, dass die betroffenen Menschen alleine zu Hause oder bei den Angehörigen leben können.
Neben der Heimunterbringung als bisher einzigen Alternative gibt es seit einigen Jahren Wohngemeinschaften, in denen 6-12 Personen mit Demenz zusammenleben und ambulant durch einen Pflegedienst betreut werden.

Möglichkeiten und Vorteile in einer Wohngemeinschaft

  1. Eine möglichst selbstbestimmte und selbstständige Lebensführung der Menschen mit Demenz.
  2. Das Wohnumfeld entspricht den bisherigen Gewohnheiten. Jeder richtet sein Zimmer mit eigenen Möbeln ein und lebt in einer „normalen“, allerdings rollstuhlgerechten Wohnung. Hierdurch wird eine familiäre und heimelige Atmosphäre geschaffen.
  3. Die Demenzkranken leben (im Gegensatz zu den meisten Heimen) in einer kleinen, überschaubaren Gruppe. Alle haben das gleiche Krankheitsbild.
  4. Die Angehörigen werden von der Rund-um-die-Uhr-Betreuung befreit und dadurch entlastet. Gleichzeitig müssen sie ihre Mitwirkung und Einflussnahme bei der Gestaltung des Alltags sowie der Pflege und Betreuung nicht aufgeben. Diese wird vielmehr gewünscht und erwartet.
  5. Die Menschen mit Demenz bzw. ihre Vertreter entscheiden, mit wem sie zusammenleben (Mitmieter), wer sie begleitet, was es zu Essen gibt, etc.